"Hilf mir es selbst zu tun"

Wir möchten:

 

über Maria Montessori erzählen

ihre Pädagogik erfahrbar machen.

Sie in unsere Einrichtungen einladen

Sie bei unseren Foren und Vorträgen begrüßen.

 

 

Auf viele schöne Begegnungen und Ihre Kinder freut sich

die Montessori Initiative eV

Grundlagen der Arbeit in der Schule

 

Maria Montessori
"Die besten Methoden sind diejenigen, die beim Schüler ein Maximum an Interesse hervorrufen, die ihm die Möglichkeit geben, allein zu arbeiten, selbst seine Erfahrungen zu machen, und die es erlauben, die Studien mit dem praktischen Leben abzuwechseln."
 

Maria Montessori

 

 

Unser Grundschulalltag – das ist uns bei der Arbeit mit unseren Kindern besonders wichtig: Die schulische Arbeit ist gebunden an den staatlichen Bildungsplan von Baden-Württemberg und die Übergangsregelungen für weiterführende Schulen. Im schulischen Alltag stehen Prinzipien der Montessori Pädagogik im Mittelpunkt.

  1. Unsere Klassen sind altersgemischt.
    Jüngere Kinder lernen durch das Vorbild der älteren, die älteren übernehmen Verantwortung für die jüngeren. In vielen Schulen lässt sich nachweisen, dass dieses Lernen besonders kindgemäß, umfassend und effektiv ist.
     
  2. Jeden Tag arbeiten die Kinder einen großen Teil des Unterrichts in so genannten freien Arbeitsstunden.
    Das Kind muss sich selbst entscheiden, was es, mit wem, wie lange arbeiten möchte. Es gibt unterschiedliche Weisen, wie am Schluss die geleistete Arbeit dokumentiert wird.
     
  3. Unsere Klassenzimmer haben Ähnlichkeiten mit einer Werkstatt:
    Es gibt eine Vielzahl frei ausliegender Materialien, die von den Kindern geholt, am Arbeitsplatz ausgebreitet, nach der Arbeit ordnungsgemäß wieder zurückgebracht werden.
     
  4. Wir Lehrerinnen sind genau so wichtig wie in traditionell geführten Klassen.
    Unsere Hauptaufgaben sind das Beobachten der Kinder, die Einführung einzelner Kinder in ein bestimmtes Material, in der Gestaltung einer kindgemäßen vorbereiteten Umgebung für die Schüler.
     
  5. Ohne bestimmte Regeln, die mit den Kindern vereinbart werden, ist diese Arbeit nicht möglich.
    Hierzu gehören zum Beispiel das leise Sprechen, das Aufräumen des Arbeitsplatzes, das Helfen und Helfen lassen bei einem Problem.

 

Einblicke in einen Schulvormittag

 

Ich heiße Sina und bin seit vier Monaten in der Montessoriklasse.
Heute beginnt der Unterricht für mich um 8.20 Uhr. Die Zweitklässler üben schon seit einer Stunde zusammengesetzte Namenwörter. Im Gang sind wir ganz leise, weil wir die anderen nicht stören wollen. Tom und Marcel haben unter dem Fenster die Tausenderkette ausgelegt, deshalb passe ich besonders auf, dass ich nichts durcheinander bringe, wenn ich meine Hausschuhe anziehe.
Im Klassenzimmer begrüßen wir uns - meine Klassenlehrerin und ich. Dann gehe ich zu meinem Arbeitsteppich und schaue, wie weit ich mit meinen Insekten gestern gekommen bin. Ich habe bereits alle Namen zu den Bildern gelegt und beginne jetzt, die Texte zu lesen. Das ist gar nicht so einfach für mich, aber ich freue mich, dass ich es fast ohne Hilfe schaffe. Vielleicht kann ich schon bald ein kleines Buch machen.
Inzwischen haben alle Kinder mit ihrer Arbeit begonnen. Das merke ich immer daran, dass es ganz leise wird. Leo ist in der zweiten Klasse und beschäftigt sich in der Freiarbeit schon seit einer Woche mit dem Thema Ritterburg. Lilli rechnet mit dem großen Rechenrahmen Tausenderzahlen zusammen, Timo und Marleen lesen Geheimaufträge und führen diese aus. Manchmal kichern sie leise vor sich hin. Unsere Lehrerin sitzt gerade bei Kevin und zeigt ihm, wie man mit den beweglichen Buchstaben schreibt. Wenn der Gong ertönt, dürfen wir den anderen Kindern zeigen, was wir in der Freiarbeit gemacht haben.
Nach der Vesperpause gehen wir Erstklässler mit unserer Klassenlehrerin zum Schwimmen. Die Zweitklässler sticken mit Frau Müller.
Am Samstag schaue ich in der Bücherei, ob ich ein schönes Buch über Insekten finde.

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© Sabine Baumann